Rückblick und Monatsbetrachtung Mai 2021

Vorwort

Endlich ist die Wärme da und die Volksentwicklung geht voran! Es freut mich das sich aus unserem Verein wieder viele an der heurigen Königinnenaktion beteiligen! Dies zeugt von „Umtrieb“ und Tatendrang jedes Einzelnen.

Unglaublich, aber wahr, einzelne Bienenschwärme wurden schon geschöpft. Wie jedes Jahr wird es auch heuer in unserem Verein Natur- Bienenschwärme geben, dabei möchte ich an jene appellieren die keine bis kaum Völkerverluste zu verzeichnen hatten, wenn möglich diese Schwärme an Jungimker bzw. Imker mit Totalausfall weiterzugeben. Oder „Bienenjäger“ die einen Naturschwarm schöpfen können und diesen nicht unbedingt brauchen weiterzugeben. Es muss unser Bestreben sein, alle Vereinsmitglieder, die möchten, am schönsten Hobby der Welt aktiv (mit Bienen arbeitend) teilhaben zu lassen. 

Hoffentlich entspannt sich die Corona Situation und ermöglicht es uns wieder ohne große „Vorschriften“ zu Treffen! Ich freue mich jedenfalls auf einen Hock mit euch oder ein Treffen beim Weiterbau (vielleicht im Juni) in Schuttanen.

Schön wäre es den einen oder anderen von euch „aktiv“ bei „pflanz‘ Dich nach Ems“ zu Sehen. Zum Abschluss wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen der Monatsbetrachtung Mai.

Wetterrückblick in den April

Waren die ersten vier Apriltage noch mild und frühlingshaft sonnig, so brachte uns das Tiefdruckgebiet Namens „Ulli“, erneut für drei Tage den Winter zurück. So fand am Abend des Ostermontages ein Luftmassenwechsel statt und der gesamte Alpenraum wurde mit polarer Kaltluft geflutet! Eisig kalter Nordostwind (Bise), Schneefall über mehrere Tage, standen auf der Tagesordnung.

Wer meinte das wars nun vom Winter, der hatte sich getäuscht! Am 11. und 12.04. gab es wiederum Schneefall bis in die Niederungen des Rheintales, die Tageserwärmung an diesen Tagen kam über 4°C nicht hinaus. An den darauffolgenden Tagen bis zum 19.04. stieg nach teilweise starkem Morgenfrost die Quecksilbersäule nicht über 10°C, an Bienenflug war da kaum zu denken, lediglich die „sturmerprobten Wasserträgerinnen“ versorgten die stark brütenden Bienenvölker mit dem notwendigen Nass. Dabei blieben aber viele von ihnen klamm auf der Strecke liegen. Wer im oben beschriebenen Zeitraum nicht auf eine gute Futterversorgung seiner Bienenvölker achtete, erlebte wohl sein blaues Wunder.

Frostige Nächte gehören zu einem typischen April dazu. In diesem Jahr lagen die Tiefstwerte aber außergewöhnlich häufig unter dem Gefrierpunkt. Vielerorts gab es seit 20 Jahren nicht mehr so viele frostige Nächte. Sind es in einem Durchschnittsapril 3-5 Frostnächte, so waren es heuer in Dornbirn 8 Frostnächte. 

Der April zeigte sich wechselhaft und kühl. Was für viele unangenehm ist, hatte für die Landwirtschaft zum Teil verheerende Folgen. In der warmen Phase Ende März begannen viele Obstbäume bereits zu blühen. Kurz darauf zerstörte der Frost einen Großteil der Blüten. Beim Steinobst, wie Marille, Kriecherl, frühe Zwetschgen aber auch beim frühen Kernobst kommt es heuer sicher zu frostbedingten Ernteausfällen.

Es gibt verschiedene Bauernregeln, welche sich auf die Eisheiligen (12.05.-15.05.2021) beziehen. Die letzte der Eisheiligen heißt Kalte Sophie und sollte allen Landwirten und Hobbygärtnern aber auch uns Imkern ein Begriff sein. Danach, das heißt ab Mitte Mai, kann bedenkenlos mit der Aussaat begonnen werden. Für alle Ungeduldigen heißt es: Temperaturen im Griff haben und bei Bedarf die zarten Pflänzchen schützen.

Bauernregel: „Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“

Erst der Zeitraum nach dem 20.04. brachte die nötige Tageserwärmung mit sich und somit trachttaugliches Flugwetter für unsere Bienen. Durch den vollzogenen „Massenwechsel“, Abgang der Winterbienen und dass Anwachsen des Biens sind zwar mehr Bienen im Kasten, diese sind aber sehr an die Brutversorgung gebunden, somit fehlen noch flugerprobte Frühjahrs- Sommerbienen, sogenannte „Flugbienen“ (Sammlerinnen).

Trotzdem herrscht allerorts Freude über das „Große Blühen“ und den gut gedeckten Tisch, der Natur. Das Trachtfließband fördert derzeit Nektar und Pollen im Überfluss.

Durch den steigenden Futterfluss von außen wird beim Blick durch die Glasscheibe des „Hinterbehandlers“ fleißig am Baurahmen gebaut und die Bienenvölker beginnen im Honigraum zu glänzen!

Und schon wieder die Trockenheit

Im langjährigen Mittel fallen im April im Rheintal der Alpennordseite ca. 100 mm Regen. In diesem Monat blieben größere Niederschlagsmengen jedoch aus. So wurde beispielsweise an der Messstation Dornbirn gerade mal 50,5 mm, Regen registriert (Stand 29.04.2021).

Aus phänologischer Sicht hemmte die bis zur vierten Aprilwoche anhaltende Trockenheit die Naturentwicklung. Andererseits, durch den fehlenden Regen und die Trockenheit (zu wenig Gras – Wachstum) blieben die Wiesen im Rheintal weitgehend unangetastet, und unsere Bienen können die heurige Löwenzahnblüte nutzen. Sämtliche Blühpflanzen, ob Bäume oder Blumen, die in den letzten Wochen und Tagen ihre Blütenpracht präsentierten, konnten von unseren Bienen beflogen werden. Lediglich die Nektarausbeute pro Blütenbesuch viel durch die Trockenheit sicherlich geringer aus. Trotzdem konnten unsere Bienen einen schönen „Honigpolster“ ob mit oder ohne Honigraum anlegen.

Beim Schreiben dieser Zeilen 29.04.2021, wird aber endlich von allen Wetterstationen der ersehnte Regen angesagt!

Abb. 1.  Ähnlich wie im letzten Jahr fiel im April 2021
nur halb soviel Regen (50,5 mm) wie im langjährigen Mittel.

Quelle: vowis.vorarlberg.at/stationsinfo/_Niederschlag/NiederschlagsBilanzSingleStation.aspx?hzbnr=100479&stationsname=Dornbirn, 100479 &submon=0 / Zugriff am 29.04.2021 um 08:10 Uhr.

Kurz und kompakt:

  • Der Frühsommer beginnt durch die Blüte des Holunders.
  • Tut sich schon was, bei den Honigtauerzeugern im Wald?
  • Die Volksentwicklung im Mai.
  • Schwarmstimmung kommt auf.
  • Schwarmvorbeugung und Schwarmverhinderung / Lenkmanöver.
  • Jungvolkbildung.
  • „Trophallaxis“ – sozialer Futteraustausch.
  • Mit Bienen Wandern.

Phänologisch gesehen beginnt der Frühsommer mit der Blüte des schwarzen Holunders. Je nach Jahr kann dies schon Ende Mai sein und dauert im Durchschnitt bis Mitte Juni.

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Foto.  1.  Die Blüte des Schwarzen Holunders läutet den Frühsommer ein. 

Zwischen Bienen und Blütenpflanzen besteht ein starkes Abhängigkeitsverhältnis. Die meisten Blütenpflanzen brauchen unsere Bienen zur Blütenbestäubung und ungekehrt brauchen unsere Bienen energiespendende Nahrung. Viele Pflanzen honigen zu bestimmten Tageszeiten. Der geniale Zeitsinn der Biene sagt ihr genau, wann eine Trachtquelle zu „sprudeln“ beginnt. So lässt sich eine Biene nicht nur durch Farben und Düfte lenken, sondern auch von ihrem Zeitgefühl.

Und was macht heuer der Wald?

Bei meinen Wanderungen an den Waldrändern und in den Wäldern von Hohenems und Dornbirn war das bisher Gefundene, wohl eher dürftig. Dies ist sicherlich und vor allem, dem kalten spätwinterlichen Wetter geschuldet. Anders, als im letzten Jahr um diese Zeit, hat der heurige bis zu 2°Grad zu kühle April noch keine Primärkolonien/Lachniden oder Brutblasen/Lecanien hervorgebracht.

Fichtenquirllaus/Lecanie: 

Auf allen meinen Streifzügen fand ich mehrfach ein Indiz, sogenanntes „Engelshaar“, dies sind fein geringelte Wachsfäden von unter den Quirl Schuppen versteckt sitzenden Lecanienlarven. Dieser weiße wollige Wulst am Quirl verrät ihre Anwesenheit schon bevor sich diese aufgrund ihres Wachstums aus den Quirl Schuppen, herausschieben. Lecanienlarven sind also vorhanden! 

Eine phänologische Regel sagt auch: “Blüht der schwarze Holder kann die Waldtracht einsetzen.“ Diese Regel bezieht sich vor allem auf die Lecanientracht, die mit der großen Lecanie beginnt und auf diese dann die Tracht der kleinen Lecanie folgen kann. In ein paar Wochen sind wir was diese Form von Fichtentracht angeht sicher schon schlauer!  

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Foto.  2.  Geringelte Wachsfäden sogenanntes Engelshaar, verraten die Anwesenheit versteckt sitzender Lecanienlarven. Fotografiert in Dornbirn, am 28.04.2021 um 14:00 Uhr im Bereich Walkern. Im Vorjahr waren im selben Zeitraum in diesem Bereich schon einzelne Brutblasen der großen Lecanie zu finden.

Lachniden/Rindensauger

Bisher fand ich wie Eingangs zu diesem Trachtbericht erwähnt noch keine Primärkolonien von Lachniden. Im Vorjahr in diesem Zeitraum war der Maitrieb der Fichte schon im Pinselstadium und so fanden sich an vielen Fichten, Muttertiere mit F1 Kolonien der rotbraun bepuderten Fichtenrindenlaus. Ebenso Muttertiere und Nymphen/Jungtiere, der grüngestreiften Fichtenrindenlaus. Durch den unterdurchschnittlich kalten April setzte der Saftstrom der Fichte deutlich später ein. So finden sich vielerorts gerade erst Frühstadien des Maitriebes.

 Trotzdem möchte ich hierbei die Hoffnung noch nicht aufgeben, den eine weitere Regel besagt:

 „Ein „lausiges“ Frühjahr gibt einen „verlausten“ Sommer!“

Bisher ist der Zeitraum für den vegetativen Austrieb zu klein, zudem zu linear/kontinuierlich, und der Mangel an Nässe (Regen) zu gewichtig, als das von guten Bedingungen (Setting) für die Lachnidenvermehrung gesprochen werden kann. 

„Es ist bisher zu „unlausig“😊!“

 Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden! 

So ist mit einer guten Vermehrung der Lachniden während des Austriebes zu rechnen, wenn der Spätherbst des Vorjahres (November 2020) warm war und das Frühjahr sich durch die phänologische Abfolge „kalter März – warmer April – kalter Mai und kühler Juni“ auszeichnet. 

Bei dieser Witterungskonstellation ist die Anfälligkeit des Wirtsbaumes für Lachnidenbefall erhöht, wahrscheinlich durch eine Anhäufung von Reserven im Herbst und ihre verstärkte Mobilisierung während des Austriebes, wenn dieser bei Kälteeinbrüchen im Mai und Juni ins Stocken gerät.

Es wird sich weisen, ob sich heuer eine Waldtracht ausbilden kann. Die Honigtauerzeuger zu beobachten ist und bleibt jedes Jahr aufs Neue spannend und interessant daher ist es für jede/n Imker/In ratsam, in Gebieten in denen Honigtautracht durch die Fichte und Weißtanne im Sommer möglich ist, nach bienenwirtschaftlich wichtigen Honigtauerzeugern zu gucken. Wer beobachtet weiß zumindest Bescheid. 

Die Bienenvölker im Mai / Volksentwicklung /Schwarmtrieb

Auch im Mai steht die Beobachtung und Beurteilung von Volksentwicklung/Stimmung sowie der Pflanzenwelt (Tracht) und Witterung an erster Stelle. Die Tages- und Nachttemperaturen nähern sich frühsommerlichen Niveau. Unsere Bienenvölker expandieren massiv! 

So ist es nicht verwunderlich, dass sich auch unsere Bienen, wie jedes „Geschöpf“ dieser Erde reproduzieren möchten. 

Die Honigbiene vermehrt sich über das Schwärmen, bei dem mindestens zwei Teile entstehen, der Haupt- oder Vorschwarm, der mit der alten Königin eine neue Behausung sucht, und das abgeschwärmte (zurückbleibende)Volk, das noch einen oder mehrere Nachschwärme abgeben kann.

Es ist daher klar:

  1. Wegen dieses Aderlasses fällt das abgeschwärmte Volk wochenlang für die Honigproduktion aus.
  2. Schwärme sind oft dem Tod geweiht, wenn sie nicht gefangen werden.
  3. Beim Schwarmfang kann es leicht zu Unfällen kommen.

Die erwähnten Gründe sollten ausreichen, warum eine „möglichst“ schwarmfreie Völkerführung anzustreben ist.

Der/Die Ertragsimker/In mit großer Völkerzahl wird durch Selektion und Zuchtauslese weiterhin versuchen den Vermehrungstrieb wegzuzüchten. Meiner Meinung nach macht es viel eher Sinn durch eine steuernde Wirtschaftsweise die Entwicklung der Bienen so zu lenken, dass die Bienenvölker nicht Schwärmen. Natürlich wünscht sich auch der/die Hobbyimker/In, dass die Bienenvölker nicht Schwärmen und ihre „geballte Kraft“ sich nicht in zwei oder mehrere Teile aufteilt. Trotzdem wird es beiden selbst durch Steuerung und Einsatz diverser „Lenkmanöver“ kaum gelingen ohne „Schwärmerei“ über die „Schwarmperiode“ (Anfang Mai – Ende Juni) zu kommen. Werden die Tage kürzer erlischt allmählich die Schwarmneigung.

Solange die Königin im Frühjahr Tag für Tag „ungehemmt“ Eier ablegen kann, ist vorgesorgt, dass die jungen Ammenbienen mit Pflegearbeit ausgelastet sind. Das ändert sich, wenn die Königin ihre Eiablage nicht mehr steigern kann. Spätestens drei Wochen nach Erreichen ihrer maximalen Legeleistung schlüpfen jeden Tag so viel erwachsene Bienen wie Larven aus den Eiern. Dann kann sich unter den Ammenbienen Arbeitslosigkeit ausbreiten, die zum Ausbruch der Schwarmstimmung bzw. zum Einläuten des „Schwarm-Countdowns“ führt.

Durch zusammenspielende Auslöser / Trigger wie:

  • durch Platznot, so dass die Königin im Brutraum keine freien Zellen, um Eier zu legen vorfindet, durch die nachlassende Legeleistung kommt es zu weniger Pheromon Freisetzung. Die Pheromon Produktion und Freisetzung durch die Königin ist sehr entscheidend ob sich eine aufkeimende Schwarmstimmung im „Bien“ durchsetzt,
  • zuviel Pollen und Nektar im Brutraum (unangepasster Brutraum),
  • Arbeitslose Ammenbienen (somit Überschuss an Futtersaft / Gelee Royalstau) oder stetig schlüpfende Bienen die für eine „Enge“ im Stock sorgen, 
  • durch eine Schlechtwetterperiode und somit arbeitslose Flugbienen,  
  • durch eine in die „Jahre“ gekommene Königin, junge Königinnen können mehr Pheromon freisetzten als „Alte“, 
  • durch „erhöhte“ Temperatur, Bienenbeute steht an der prallen Sonne, 
  • durch genetische Faktoren erhöhter Schwarmtrieb,
  • durch mangelnde Möglichkeit zu Bauen, 
  • durch ein nach der „Blütentracht“ mangelndes Trachtangebot 
  • und andere…

 erwacht in unseren Bienenvölkern der Schwarmtrieb. Die Königin wird nicht mehr mit Gelee Royal versorgt, (damit wird sie wieder „Flugtauglich“ gemacht) es folgt ein Rückgang ihrer Pheromonabgabe es entsteht eine Disharmonie im Bien und es werden Weisel/Schwarmzellen angezogen.

Die Kippkontrolle beim Magazin (einseitiges anheben des Honigraums / Weiselzellen?) gibt dabei einen schnellen Einblick in den Bien um dessen Schwarmbereitschaft zu kontrollieren. 

Ignorierte Mittelwände und/oder nur halb ausgebaute Baurahmen, somit ein erloschener Bau- und Sammeltrieb sind Indizien, die für einen aufkeimenden Schwarmtrieb sprechen. Werden In einem Volk schon Weiselzellen (Schwarmzellen) gepflegt ist es nur durch drastische Maßnahmen vom Vorhaben des Schwärmens abzubringen. 

Der Schwarmabgang kann oft verhindert werden, wenn alle Schwarmzellen vor ihrer Verdeckelung zerstört werden. 

Bei diesem „Zweikampf“, Imker/In gegen Schwarmtrieb gilt: 

Wer zuerst aufgibt verliert 😊. Und zudem sei erwähnt, das Ausbrechen aller Schwarmzellen mit konsequenter wöchentlicher Nachkontrolle und andere komplexe Handlungsschritte stört den Bien massiv und führt nicht immer, also nur bedingt zum Erfolg! 

Foto. 3.  „Fichtenzapfen“, Schwarm auf einer Fichte, freihängend und einfach zu schöpfen.
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Foto. 4.   Sehr großer Vorschwarm auf einem Zwetschgenbaum, mit breitem Sitz, eher schwierig zu Schöpfen.
Foto. 5.   Sterzeln der Schwarmbienen.

Das Naturschauspiel des Schwärmens fasziniert mich jedes Jahr aufs Neue, neben ein wenig Ärger ist doch auch immer ein großes Stück Freude über einen dann doch geschöpften Schwarm dabei.

Über das „wie Einfangen“ (Schöpfen) „des Bienenschwarms“ könnte man Geschichten und Bücher Schreiben. Nach dem „Großen Blühen“ wird es wohl auch heuer einige Schwarmgeschichten zum Nacherzählen geben 😊.

Ich möchte nur so viel sagen, kein Schwarm ist es Wert sich in große Gefahr zu begeben! 

Ich denke jeder Bienenzuchtverein beheimatet einige „ausgefuchste Schwarmfänger“, die alle möglichen Tricks kennen, und die jedem Vereinskollegen/In bei schwierigen „Fällen“ gerne behilflich sind.

Schwarm „schöpfen/fangen“

Wen ein Schwarm fällt, muss er geschöpft werden. Schwarmbienen nehmen für mind. drei Tage Vorrat mit, sie sind daher „vollgefressen“ und in der Regel sanftmütig. Ausgehungerte Schwärme, die schon länger am Baum sitzen und mehrfach „abgeregnet“ wurden können aber auch „anders“! 

Wenn der Schwarm ruhig sitzt:

  • werden die Hüllbienen mit einem Wasserzerstäuber vorsichtig angefeuchtet,
  • eine Schwarmkiste (sollte in keiner Imkerei fehlen) oder Schwarmfangkorb darunter halten bzw. wie ein Schöpfinstrument (wenn der Schwarm freihängend / siehe Foto Fichtenzapfen) wenn möglich von unten her einfassend unterhalten – durch einen Ruck oder durch schütteln am Ast, die Bienen ins Behältnis bringen.
  • Dann im Nahbereich, an einem schattigen Ort abstellen, damit der Rest des Schwarms einziehen kann.
  • Ist die Königin mit im Schwarmfangbehältnis werden sich schon nach kurzer Zeit alle „Ausreißer/Innen“ zu ihr gesellen. Wenn nicht wird sich dieses hier in kurzen Zügen geschilderte Spiel wohl Wiederholen!
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                Foto. 6.  „Schwarmfängerin“ und Balu unser Aussie😊, mit Teleskopstange und Schwarmfangsack.

Imker/Innen sind Bastler! Diese Teleskopstange lässt sich bis auf 5m ausziehen und hat schon sehr oft gute Dienste getan. Nach dem Schöpfvorgang müssen die Bienen aus dem Nylonsack in die Schwarmkiste geleert werden. Durch den glatten Nylonsack lassen sich die Schwarmbienen sehr gut umfüllen und verheddern sich nicht wie bei einem Stoffsack im Tuch.

Mein persönlicher Schwarm-Tipp nach erfolgtem Schöpfen; vorausgesetzt der/die Imker/In weiß welches Volk geschwärmt hat!

Stelle das abgeschwärmte Muttervolk (Schwärmer) an einen anderen Stellplatz auf deinem Bienenstand, und logiere den eingefangenen Schwarm an derselben Stelle (wo das abgeschwärmte Volk stand) auf einer „frischen“ ganzen Beute mit Mittelwänden ein. 

Was geschieht dabei?

Es werden noch alle verbliebenen Flugbienen des „Schwärmers“ zu deinem frisch einlogierten Schwarm fliegen und diesen verstärken. Reichliche Futtergabe je nach Trachtangebot (mind. 8 Liter Zuckerwasser 3:2) und eine legende Königin (Vorschwarm) lassen ihn schnell zu einem schlagkräftigen Bienenvolk erstarken und alle Mittelwände ausbauen. Dieser Schwarm kann dir im selben Jahr bei einer möglichen Waldtracht noch Ertrag in Form von Honig bringen. Der zweite positive Effekt schaut so aus, der Schwärmer (das abgeschwärmte Volk) wird dir mit Sicherheit keinen Nachschwarm mehr bieten. Er hat keine Flugbienen mehr die schwärmen könnten. Dort kann dann man sogar eine allfällige Nachkontrolle ausfallen lassen. 

Schwarmvorbeugung und Schwarmverhinderung:

Die Schwarmvorbeugung zielt darauf ab, keine Arbeitslosigkeit bei Ammenbienen aufkommen zu lassen. Entweder entfernt man Ammenbienen durch Bildung eines Kehrschwarms (Feglings), oder als Brutableger, noch bevor sie geschlüpft sind. Das Schröpfen von einer oder zwei Brutwaben (mit den ansitzenden Bienen) dient gleichzeitig der Völkervermehrung als auch der Varroareduktion.

Ebenso sorgt man für Vollbeschäftigung durch Aufziehen von Drohnen. Dazu wurde im April beim Aufsetzen des Honigraumes ein Baurahmen neben das Brutnest gehängt. Hier wird Drohnenbau erstellt. Spätestens drei Wochen später kann die verdeckelte Drohnenbrut entnommen und gegen einen neuen Baurahmen ausgetauscht werden.

Der Einsatz von zwei Baurahmen, zeitlich versetzt, gewährleistet, dass immergefräßige Drohnenlarven zu versorgen sind. Nebenbei gewinnt man reinstes Wachs und bremst die Entwicklung des Varroabefalls erheblich.

Das einmalige sanfte frühe Schröpfen und die mehrfache Drohnenbrutentnahme wirken sich nicht negativ auf Volksentwicklung und Sammelleistung aus.  

Die Devise muss also lauten „Prävention“ = Vorbeugen ist besser als Einfangen😊, so das der Schwarmtrieb gar nicht erst aufkeimt!

Maßnahmen, dass der Schwarmtrieb gar nicht erst erwacht sind,

  • Zeit- und Witterungsgerechte Erweiterungsschritte / Bauangebote setzen, Mittelwände und Drohnenrahmen einhängen sowie Honigraum aufsetzen,
  • angepasster Brutraum,
  • geeignete Standortwahl (Halbschatten, Pultständer, Hütte),
  • Drohnenrahmen ausschneiden (Varroareduktion und erneutes Bauangebot),
  • Tracht = Honigtau oder Nektar im Überfluss vorhanden, wird kein Bienenvolk ans Schwärmen denken!
  • Junge Königinnen,
  • Sanftes Schröpfen.

Mein persönlicher Tipp (Lenkmanöver) zur Schwarmverhinderung ist, das Verstellen oder Umstellen der Beuten!

An nahezu jedem Bienenstand mit mehreren Bienenvölkern wird die Volksstärke jedes einzelnen Volkes von dem des Nachbarvolkes mehr oder weniger abweichen. Große Abweichungen können jetzt, wenn nicht schon vorher gemacht, ganz einfach ausgeglichen werden. Neigt ein Volk zum Schwärmen oder ist es „überstark“ kann es ganz einfach mit einem schwächeren „Nachzügler“ vertauscht werden (Standortaustausch). So verlagere ich die ganzen Flugbienen des starken Volkes zum Nachzügler. Dies mache ich, am besten Abends, wen der Bienenflug weitgehend eingestellt ist.

Was geschieht dabei? 

Der Nachzügler kriegt vom starken mitunter schon schwarmstimmigen Volk die ganzen Flugbienen ab, dieser Nachzügler wird einen großen Schritt nach vorne machen (Erweiterungsschritte müssen folgen). Im Gegensatz fehlen dem schwarmgeneigten Volk die Flugbienen, um zu schwärmen! Dieser wird es sich überlegen, ob er überhaupt noch schwärmen kann.

Als weitere Möglichkeit Schwärme zu verhindern gibt es die Möglichkeit des sanften Schröpfens.

Nach dem Abblühen der Frühjahrsblüte (je nach Wetter – Mitte bis Ende Mai) und der so entstandenen Trachtlücke ist nun ein sehr guter Zeitpunkt, Ableger zu bilden! Dabei ist grundsätzlich darauf zu achten, bei der Entnahme von Brutwaben oder Bienen nicht die bestehende Königin mitzunehmen.

  • Brutableger:

Durch Entnahme von 2 – 3 Brutwaben (1 Wabe schlüpfende Brut aber auch noch 1 Wabe sehr junge Brut – frühes Larvenstadium) aus einem oder zwei überstarken Völkern, und unter Beigabe einer Mittelwand und Futterwabe, können so Brutableger gebildet werden. Im Ablegerkasten mit einer Futtertasche versehen, wird dieser Ableger nach Möglichkeit mind. 2 km vom bisherigen Standort verbracht. Mit sehr engem Flugloch (zwei Bienen breit) aufgestellt. Nach 12-13 Tagen sollte eine selbstgezogene Königin schlüpfen nach weiteren 2 Wochen Wartezeit sollte die junge Königin in Eilage sein. Eine Varroabehandlung (vor Verdeckelung der Brut) versteht sich von selbst! Diese Methode ist wohl die einfachste Art und Weise seinen Bienenbestand zu erweitern.

  • Kehrschwarm: 

Die Bildung eines Kehrschwarmes wird von mir in der Juni-Monatsbetrachtung genauer erläutert.

Große, vor dem Flugloch vorsitzende „Bienenbärte“ ermuntern mich jedes Jahr, wenn schon begattete Jungköniginnen zur Verfügung stehen, „Kehrschwärme“ Feglinge zu bilden und so ein „Schröpfen“ vorzunehmen. Aus einem oder zwei überstarken Völkern, werden Bienen aus dem Brut- und Honigraum in eine Kehrschwarmkiste abgekehrt.

Dabei gilt es bei den zu schröpfenden Bienenvölkern vorab die Königin zu finden, um diese nicht mit abzukehren! So können von Ende Mai bis Mitte Juni, Kehrschwärme mit 1.5 – 2 kg erstellt werden. Nach der Tag Kehre / Sommersonnwende 21.06., sollten sie 2,5 – 3 kg schwer sein.  Diese kommen für mind. 3 Tage und Nächte mit einer jungen begatteten Königin (gekäfigt) in den kühlen Keller. Dort wird der Fegling sofort mit Zuckerwasser 3:2 gefüttert. Nach mind. 3 Nächten wird der Kehrschwarm, wiederum an einem anderen Standort, auf Mittelwänden eingeschlagen. Durch die im Keller entstandene Freundschaft und in Folge das „ausfressen“ lassen der zugesetzten Königin wird diese Jungkönigin, im Ablegerkasten sofort mit der Eiablage beginnen. Regelmäßige Fütterung als „Starthilfe“ für die nächsten Tage, und eine zeitnahe Varroabehandlung (vor Verdeckelung der Brut) versteht sich von selbst!

  • Weiselzellen im Volk: „Jungvolkbildung aus dem Schwarmtrieb“

Werden Weiselzellen im Volk bemerkt können diese wie oben erwähnt zerstört werden, oder es kann, wenn der/die ImkerIn seine Völkerzahl erweitern will, dieses Volk in mehrere Ableger geteilt werden. Bei dieser Art der „Schwarmvorwegnahme“ werden je nach Größe des schwarmstimmigen Volkes 3-4 Brutableger gebildet. Grundsätzlich kann Schwarmvorwegnahme mit und ohne Königin erfolgen. Die stärkere Sofortmaßnahme gegen das Schwärmen ist die Königin aus ihrem Stammvolk vorab zu entnehmen. Wurde die Königin vorab entnommen, sollten sich in den dann einige Tage später gebildeten weisellosen Ablegern, mindestens zwei Brutwaben mit Schwarmzellen befinden. In dem einige Tage zuvor gebildeten Restvolk mit der Königin sollten in diesem Fall zusätzlich alle Schwarmzellen gebrochen worden sein. Ideal wäre hier ebenfalls das die gebildeten weisellosen Ableger wie oben im Abschnitt (Brutableger) mindestens 2 km vom bisherigen Standort verbracht werden und das weitere Verfahren dem oben (Brutableger) folgt. Zu diesem Verfahren kann ich ein „Schwizerdütsches Filmli“ (mit Untertitel für Imker/Innen die der schwizerdütschen Sprache nicht mächtig sind😊) von Bioimker Martin Dettli empfehlen, siehe https://www.youtube.com/watch?v=_zZz_FVNo3Y&list=PLtPSbcrg8aPraj2s5WtwUTB3syLIHtDkH

Bildet Ableger! Sie sind die „Rennpferde“ im nächsten Jahr und Rückgrat jeder Imkerei!

Leider können Aufgrund der Coronasituation noch keine Imkerhocks und andere Veranstaltungen (Ständeschau, Workshops) abgehalten werden. Trotzdem stehen sicher gerne erfahrene Imker eures Vereins, bei Fragestellungen, „Rede und Antwort“!

Mit Bienen Wandern

Mehr Honigertrag war in früheren Zeiten wohl das Hauptmotiv, um mit Bienen auf Wanderschaft zu gehen. Gerade das Anwandern einer Waldtracht versprach der/dem Wanderimker/In, den bei Kundschaft so begehrten dunklen Waldhonig zu ernten.

Ich finde zusätzlich legitimieren zwei Gründe, den Bien zur „Sommerfrische“ zu schicken und dürfen nebst mehr Honigertrag heutzutage nicht außer Acht gelassen werden.

  1. Die Ernährungssituation unserer Bienen im Rheintal zur Sommerszeit, bietet nie diese Vielfalt an Pollen und Nektar/Honigtau wie mittlere und höhere Lagen Vorarlbergs.
  2. Ebenso wirkt sich ein im „Abseits Stehen“ der Bienen, mit der entsprechenden „Spätsommerpflege“ = Auffütterung und Varroabehandlung am Wanderplatz, und spätem Rückwandern positiv auf die Gesundheit der Bienenvölker aus. Stichwort, weniger Reinvasion und früheres aus der Brut gehen des Biens.  

Grundsätzlich müssen alle Bienenvölker, die für die Wanderung oder Zucht vorgesehen sind, an einem Flugtag, bei einer Standkontrolle, auf Brutkrankheiten überprüft werden. Diese Überprüfung führen die Bienensachverständige (Bienenwarte) des jeweiligen Bienenzuchtvereins durch. 

Grundvoraussetzung sind gesunde Bienenvölker und ein Gesundheitszeugnis!

Weiters muss das Einverständnis des Grundbesitzers am Wanderplatz gegeben sein!

Vorab, muss genug Honigvorrat in den Bienenvölkern vorhanden sein, um bei einer eventuellen Schlechtwetterperiode gut über die Runden zu kommen. Von Vorteil ist eine Großwetterlage die stabiles, warmes Wetter zum „Einfliegen – Neuorientieren“ verspricht.

Um Stress für den Bien und den Imker zu vermeiden, sollte die „Reise“ gut geplant sein.

Für den Bien ist die Fahrt, Nachts – bei Dunkelheit (kühlen Außentemperaturen) angenehmer.

In einem Transporter (bessere Federung), ist die Fahrt für den Bien schonender als die Fahrt am Anhänger.  

Ich bevorzuge das Aufladen bei Dunkelheit, in den frühen noch kühlen Morgenstunden. Um dann beim Tagesanbruch am Wanderstand zeitgerecht mit dem Abladen fertig zu sein. In Vorarlberg sind die Wege kurz, so ist nach max. 1 Stunde Fahrtzeit wohl jeder Wanderstand erreicht. Trotzdem muss auf eine gute Belüftung der Bienenvölker mit offenem Gitterboden und/oder Belüftungsgitter am Flugkeil geachtet werden! Sonst besteht die Gefahr des Verbrausens!

Die wertvolle Fracht sollte mit Zuggurten gut fixiert und gesichert sein, den schnell kann sich bei unebener Straße ein Keil verschieben und Bienen nach außen dringen. Daher darf ein Wassersprüher, kleiner Handbesen, Schaumstoff und ein Schleier zum Eigenschutz im Reisegepäck nicht fehlen.

Nach dem Abladen warte ich immer noch einige Zeit mit dem Öffnen des Flugkeiles damit sich der Bien noch etwas von der Fahrt beruhigen kann.   

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 Foto. 7.  Mehr Infos findet ihr auch auf der VIV – Seite. Online unter www.imker-vorarlberg.at/wp-content/uploads/Wanderung/Wanderrichtlinie-2020-V1.pdf 

„Trophallaxis“ der Mund-zu-Mund Futteraustausch

In meiner letzten Monatsanweisung habe ich versucht den Rund- und Schwänzeltanz zu erläutern. Eine weitere Kommunikationsform bei Staaten bildenden Insekten ist der soziale Futteraustausch, dieser wird wissenschaftlich „Trophallaxis“ genannt. 

Wir wissen, dass Arbeitsbienen nicht nur die Königin mit Nahrung versorgen und aufpassen, dass alle Larven und die Drohnen satt werden, sondern dass sie sich auch gegenseitig füttern.

Das Verhalten im Detail schaut etwa so aus: 

Die Antennen haben eine zentrale Funktion bei der Futterweitergabe. Eine hungrige Biene bettelt mit ihren Antennen (Fühlern) eine Arbeiterin an. Ist diese bereit zu geben, dann holt sie einen Tropfen aus ihrer Honigblase. Diese Honigblase kann auch als „sozialer Magen“ bezeichnet werden. Er ist ein dehnbarer Darmabschnitt im Hinterleib vor dem eigentlichen Verdauungstrakt. Hier hinein kommt der gesammelte Nektar, der nach Hause gebracht wird und zur Honigproduktion bereitgestellt wird. Der Rüssel der gebenden Arbeiterin ist zurückgeklappt und der Tropfen erscheint zwischen ihren Kiefern (Mandibeln). Die nehmende Biene leckt den Tropfen mit ihrem Rüssel von den Mandibeln der andern ab. Die Antennen der beiden sind in permanentem Kontakt. Reißt der Kontakt ab, so wird die Futterübergabe beendet. Die gebende Biene wendet sich ab.

Durch den Futteraustausch und den dabei zugleich stattfindenden Austausch von Duftstoffen erfahren im Bienenvolk alle, was gerade so los ist: 

  • Welcher und wie viel Nektar kommt gerade so herein,
  • Was für Pollen ist gerade angesagt,
  • Geht es uns als Organismus gut?
  • Haben wir eine Königin?
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Foto. 8.   Trophallaxis bei Stockbienen. Die bettelnde Biene ist meist jünger als die Geberin. Bildquelle: immenfreund.wordpress.com/2012/04/18/trophallaxis/ Zugriff am 26.04.2021

                 Bild gemacht und zur Verfügung gestellt von Helmut Haßfurther, Waiblingen-Bittenfeld / vielen herzlichen Dank!

Der Zusammenhalt und die Harmonie sowie der Austausch von Informationen werden in einem Bienenvolk also dadurch gewährleistet, dass alle Bienen in trauter Geschwisterlichkeit ihr „Brot“ teilen.

So kann gesagt werden der Zusammenhalt, die „Geschwisterliebe“- wenn man so will -, geht im Superorganismus „Bien“ buchstäblich durch den Magen. (Tautz, J. /Stehen, D. (2017), Die Honigfabrik – S125)

Gerade der Stockgeruch der letzten Tage und Wochen war für uns ImkerInnen ein Genuss. Würzig süßer Nektarduft war unter Tags aber auch abends nach einem starken Flugtag vor den Bienenstöcken zu riechen. Dieser Duft lässt uns auf eine Blütenhonigernte von unseren „Starken“ Bienenvölkern hoffen! 

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Foto. 9.   Goldgelber Blütenhonig „plattelt“ aus der Honigschleuder. Reifer Honig (wenig Wassergehalt) bildet durch seine zähe Viskosität eine „Pyramide“ beim „Aufsetzen“ auf das Honigsieb!

Vorschau auf den Juni / Früh- Hochsommer

  • Die Linde – Trachtpflanze des Sommers
  • Königinnen, vermehren / züchten
  • Gelee Royal – der Saft der Königinnen macht
  • Honigernte
  • Kehrschwarmbildung
  • Varroakontrolle

Damit schließe ich meine Monatsanweisung für den Mai, ich hoffe sehr, auf eine Entspannung der Corona-Situation, und auch weiterhin auf mildes Wetter. 

Mit Imkergruß, euer Peter

Literaturtipp und Links:

  • Tautz, J. /Stehen, D. (2017) Die Honigfabrik, Die Wunderwelt der Bienen – eine Betriebsbesichtigung, 2. Auflage, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe Random House Gmbh, Neumarkterstr. 28, 81673 München.
  • Liebig, G. (1999): Die Waldtracht, Entstehung- Beobachtung-Prognose, TC Druck Tübinger Chronik.