Rückblick und Monatsbetrachtung Januar und Februar 2021

Liebe Imkerinnen und Imker, Liebe Vereins Kolleginnen! Ich wünsche euch allen ein gutes Neues Jahr, vor allem Gesundheit und Glück und viel Erfolg und Freude bei euren Bienen.

Es freut mich euch wieder als Monatsbetrachter – Anweiser durch das Bienenjahr begleiten zu dürfen. Als „Praktiker im Alten Stiele“, möchte ich auch heuer wieder zeitlose praktizierte Methoden sowie bewährte imkerliche Praxis wie ich sie seit Jahrzehnten bei meinen Bienen praktiziere darlegen.

Ebenso werde ich versuchen euch meine Betrachtungen in Sachen Phänologie, Bienenweide/Tracht, Wetter, sowie Erfahrungen/Erlebtes, zu den großen Themen Natur und Bienen mit auf den Weg zu geben. Mein Ziel ist, euch eine/meine bienen- und naturgemäße Imkerei näherzubringen.

Mir als „Betrachter“ bzw. „Anweiser“ ist klar, dass Tipps und Hinweise, die Erfahrung und das Erlebte am Bienenvolk nicht ersetzen können, sowie meine Betrachtungen und Einschätzungen sich nicht immer gänzlich mit jedermanns/fraus Meinung decken, daher freue ich mich auch heuer über Feedback! E-Mail: epbuchner@gmx.at. Ich bin kritikfähig!

Da bekanntlich viele Wege nach Rom führen ist für mich klar, dass neben meinen Tipps und Hinweisen auch andere Wege zum erwünschten Ziel führen können. Die Imkerarbeiten bei den Bienen sind sehr vielfältig. Bitte lasst eure eigenen Erfahrungen und euren Wissenstand nicht außer Acht, nur so kann euch zusätzlich mit meinen Tipps und Hinweisen ein praktisch anwendbares Wissen erwachsen.

Ebenso ist es durch eine Monatsanweisung kaum möglich alle Themen und Inhalte im Jahresverlauf eines Bienenjahres bis ins Kleinste zu beschreiben.

Trotzdem möchte ich vor allem den Jungimkern vielleicht auch so manchem „erfahrenen Bienenvater“ zum Nachdenken über das eigene Handeln anregen und vielleicht so neue Inputs geben.

Möglichst natur- und bienengemäß zu Imkern ist mir sehr wichtig, so betrachte ich immer den „Gesamtkontext“ also das große Ganze, daher setze ich Arbeitsschritte nur in Abwägung von – Entwicklungstand der Bienen, des Klimas/Wetters, der Bienenweide/Tracht (Phänologie, Natur). Das soll heißen, dass jede/r ImkerIn für seine Region mit dem dortigen Klima/Wetter, und der entsprechenden Bienenweide, dem entsprechendem Entwicklungsstand seiner/ihrer Bienenvölker selbst entscheiden muss, wann er welche Arbeitsschritte und Handlungen tätigt.

Ich meine natur- und bienengemäß Imkern heißt nicht unbedingt Bio-ImkerIn zu sein. Ich bin davon überzeugt, dass dies auch in der konventionellen Bienenhaltung umgesetzt werden kann. Wichtig ist es, so nahe wie möglich an den natürlichen Abläufen und Bedürfnissen des „Biens“ zu sein. Dazu muss man gut beobachten, den „Bien“ lesen lernen und daraus die richtigen Schlüsse ziehen, um die Vitalität und das Wohlergehen zu unterstützen.

Als Hobby Imkerin wird man sich eher für die Natur- und Bienengemäße Imkerei entscheiden können als eine große Imkerei mit entsprechender Ertragsorientierung.

Jeder Eingriff ist eine Störung, daher so wenig Arbeitsschritte wie möglich, gerade so viele wie nötig. Dem „Bien“ muss es gut gehen! Daher gilt es, Nahe am Bien zu sein und dessen Bedürfnisse zu erkennen.

In der Imkerei wiederholen sich jedes Jahr viele der Tätigkeiten und Abläufe, dennoch ist es mein Wunsch auch neue Themen/Erkenntnisse, also „Neues“ und vielleicht „Unentdecktes“ in die Monatsbetrachtungen einfließen zu lassen!

Zur VerWefung der einzelnen Themen und Inhalte werden wie bisher die einzelnen Hocks, und Versammlungen im Verein – beim neuen Bienenhaus und bei den Bienen vor Ort (wenn es die Corona-Pandemie zulässt), von unersetzbarem Nutzen sein!

Foto 1: Tief winterlich, präsentert sich unser Neues Bienenhaus zurzeit.
Foto vom 23.01.2021

Wie war das bisherige Winterweaer?

Zur Freude der SkifahrerInnen brachte das Christkind heuer, nebst Geschenken, auch den erwünschten Schnee mit der dazugehörigen Kälte – also der Jahreszeit entsprechendes Winterwetter mit.

War die Adventszeit noch wechselhae mit milden Tagen gespickt, so gab es dann während der „Rauhnächte“ (12 Tage/Nächte – vom 25.12. – 06.01.) konstant kühles Winterwetter mit gelegentlichem Schneefall bis ins Rheintal.

Die ersten „Eistage“ mit Tagestemperaturen unter 0° Grad wurden durch das erste namentlich benannte Hochdruckgebiet 2021, Namens „Antje“ geliefert. Bei uns im Rheintal waren der 5. und 6. Januar die ersten Eistage des Winters 2020/2021. Die nachfolgenden Tage bis zum 13.01. waren durch eine stabile Winterlage gekennzeichnet, erst danach kam wieder Schwung in die Wetterküche.

Am 14.-16.01. „schaufelte“ die erste Nordstau -Wetterlage des Winters arktische Lue und massenhae Schnee ins Ländle. Allein am 14.01. vielen innert 12 Stunden, über 50cm Neuschnee im Rheintal. Außergewöhnlich viel Neuschnee! In der drei Tagessumme viel so in den Niederungen des Rheintals bis zu 1m Neuschnee. Soviel wie in einem durchschnittlichen Winter insgesamt!

Müde „Schneeschaufler“ konnten in der nachfolgenden Woche zusehen wie der
„Schneefresser“ Namens Föhn, die weiße Pracht teilweise wieder zum dahin schmelzen brachte. Dasselbe Spiel folgte in der letzten Januarwoche. Anfänglichem Neuschnee folgten Tage mit Tauwetter. Mehrere Störungen brachten starken Wind und viel Niederschlag der unter 1200m in Form von Regen zu Boden viel.

In Summe kann man mit dem Januarwetter zufrieden sein! Der Januar war winterlich kalt mit viel Neuschnee. Im Gegensatz zum Vorjährigen Januar war nahezu im ganzen Ländle, über mehrere Wochen, eine geschlossene Schneedecke zu verzeichnen.

Kurz und kompakt:

Nach wie vor Kontrollgänge.
Phänologischer Jahreskalender für ImkerInnen. Zeigerpflanze des Vorfrühlings ist die Haselblüte. Der Tag wird länger!
Der Bien beginnt ein Brutnest aufzubauen.
Der FuIerverbrauch steigt an.
Erste intensivere Reinigungsflüge.
Einengen / Schieden.
Wasserversorgung sicherstellen.
Tote Bienenvölker schließen!

Phänologischer Jahreskalender für ImkerInnen

Die Phänologie ist eine Teilwissenschae der Meteorologie und beschäeigt sich mit den jährlich wiederkehrenden Erscheinungen der Natur. Es werden dabei Wachstums- und Entwicklungserscheinungen bei charakteristischen Pflanzen periodisch festgehalten.

Neben Witterung und Klima spielen andere Faktoren wie Meereshöhe, Neigung des Geländes, Winkel und Dauer- der Sonneneinstrahlung, Windverhältnisse, naheliegende Gewässer, offene oder geschützte Lage eine wesentliche Rolle in der Entwicklung der Natur. Beispielsweise bietet das wärmere „innerstädtische Setting“, eine ganz besondere Situation für Pflanzen, hier können viele Pflanzen in entsprechend, bevorteiltem Umfeld bis zu einer Woche früher blühen.

An dieser Stelle möchte ich euch auf den phänologischen Kalender der zehn Jahreszeiten aufmerksam machen. Ich halte ihn für ein wunderbaren/s „Taktgeber/Werkzeug,“ dass uns durch das gesamte Bienenjahr steuern kann.

Dabei möchte ich mich bei Daniel Pfeifenberger vom Bienenhof Salzburg recht herzlich bedanken. Er kreierte dieses Tool und stellt es uns dankenswerter Weise zur Verfügung.

Im Gegensatz zu den astronomischen Jahreszeiten sind die phänologischen Perioden nicht an fixe Daten gebunden. Jahresabschnitte werden durch entsprechende Beobachtungen / Erscheinungen aus der Natur bestimmt.

Die Entwicklung des „Bien“ ist eng an die lokalen Umgebungsbedingungen gebunden. So entspricht dieser periodische Kalender sehr gut den Entwicklungszyklen des Biens.

Anders gesagt: „Gerade im Frühjahr lassen sich oe an den Brutkränzen (konzentrische Ausweitung des Brutnestes) des Biens, sehr schön das Nahrungsangebot, Fuaer- Pollenfluss von außen und andererseits die voran gegangenen Wetterverhältnisse ablesen.“ Nur wenn mildes Wetter herrscht und ein entsprechender Futterfluss vorhanden ist kann „Entwicklung“ stapinden!

Der unten angeführte Phänologische Kalender zeigt die Phänologie mit den entsprechenden „Zeigerpflanzen“, auch die Monate mit entsprechender Anweisung und der entsprechenden imkerlichen Tätigkeit.

Sehr praktisch ist auch das „Varroamonitoring“ mit entsprechend empfohlener Behandlungsart, an Brut und Bienen dargestellt.

Abb. 1: Jahreskalender für ImkerInnen / Der Beginn und die Dauer der phänologischen Jahreszeit variiert regional, sowie jährlich. Die angegebene Dauer ist der Durchschnitt seit 1991. Die Entwicklung der Bienenvölker ist eng an die lokalen Umgebungsbedingungen gebunden.

Phänologische Zeigerpflanze für den Beginn des Vorfrühlings ist der Haselstrauch. In milden Wintern können stäubende Haselbüsche in exponierten Hanglagen aber auch schon im Jänner entdeckt werden. Vor einem Jahr am 11.01.2020, um 11:30 Uhr trugen viele meiner Bienenvölker Haselpollen ein. Dies war heuer, bei entsprechendem Winterwetter undenkbar.

Beim frühen massigen Polleneintrag von der Hasel, vermischt sich oemals die Freude über das kräeige Lebenszeichen unserer Bienenvölker mit der Sorge und Angst um diesen allzu frühen Saisonstart. Hoher Futterverbrauch und somit früher Winterbienen- verschleiß können die Folge sein.

Im Februar kehrt das Licht zurück!
Wie in der Dezember Monatsbetrachtung schon erwähnt ist der Bien lichtgesteuert!

Das Weihnachten um an’ MuggenschriI, Neujahr um an’ HahnentriI,
Dreikönig um an’ Hirschensprung, Lichtmeß um a ganze Stund.

heißt es in einem alten Spruch, der uns verspricht, dass mit Fortschreiten der Tage die Sonne nun schon merklich länger scheint.

Ursprünglich gehört Lichtmess zu den alten Jahreskreis-Festen, welche in vielen alten Kulturen gefeiert wurde. Der Winter hat uns zwar noch fest in Griff, doch die Sonne scheint nun schon eine Stunde länger.

Nach diesem Tag werden die letzten weihnachtlichen Krippen und Christbäume, aus den Kirchen und vereinzelt aus den Häusern gebracht.

Zu Mariä Lichtmess begann früher auch das bäuerliche Arbeitsjahr. Mit dem länger werden der Tage konnte man wieder vermehrt Arbeiten im Freien verrichten.

Die Tage werden nun rasch länger: „Von 9 1⁄2 Stunden Anfang Februar wächst die Tageslänge bis zum Monatsende auf 11 Stunden an.

Der Lichtmesstag galt aber auch als wichtiger Lostag, aus dessen Wetter man auf die Zukune schloss:

„Wenn’s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit. Ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell…

Generell ist der Februar ein Monat, der sehr unterschiedlich ausfallen kann. Er kann manchmal sogar der kälteste Monat im Jahr sein, aber auch schon regen Bienenflug mit Polleneintrag aus den vielen

Frühblühern wie Hasel, Erle, Krokus, Schneeglöckchen, Pestwurz, Huflamch u.a. liefern. Aber bedenke: Der nächste Kälteeinbruch steht meistens schon vor der Tür.

Was gibt es im Februar an den Bienenvölkern zu tun?

Wenn Mann/Frau seine Bienenvölker richtig auf die Überwinterung vorbereitet hat:

Fast NICHTS!
„Ruhe ist nach wie vor die beste Bienenpflege“

Kontrollgänge (Fluglochkontrolle wegen der Schneelage, Winterstürme, usw.) verstehen sich von selbst!

Fuaer sollte noch mehr als genug im Bienenvolk vorhanden sein!

Von großem Vorteil ist, dass ich bei meinen „Hinterbehandlern“, die von mir im Spätherbst schon eingeengt wurden, jederzeit ohne das Volk zu öffnen, durch die Glasscheibe hindurch die Fuaerreserve kontrollieren kann.

Die Glasscheibe stellt dabei das „Trennschied“(Raumbegrenzung) dar.

Bleibt es Kalt:

Bisher hielt sich der Futterverbrauch bei den Bienenvölkern in Grenzen. Brusreie Bienenvölker brauchen verhältnismäßig wenig Winterfutter, ca. 1 – 1,5 kg im Monat.

Die Menge der noch benötigten Futterreserven ist abhängig von der Volksstärke und variiert regional. Auf jeden Fall muss das Futter reichen bis im Frühjahr eine nennenswerte Tracht einsetzt.

Sollten die Futtervorräte im Laufe des Winters knapp werden müssen notgedrungen die Futterreserven aufgefüllt werden. Glücklich ist wer dann auf eine dicke Futterwabe zurückgreifen kann! Dabei sollte diese mit der leicht angeritzten Seite (offenes Futter) direkt an die Bienentraube gehängt werden. Die „zweitbeste Notlösung“ ist eine Notfütterung. Eine Notfütterung muss möglichst nahe am Bienensitz erfolgen und unmittelbar von den Bienen aufgenommen werden können. Dabei bietet sich ein invertierter, handwarmer „Fladen Futterteig“ an, dieser wird vorsichtig von oben auf den Bienensitz gelegt.

Nolüaerungen müssen die absolute Ausnahme sein! Wird es Mild:

Scheint die Sonne auf die Bienenbeute lockert sich die Wintertraube. Mit den länger werdenden Tagen und Temperaturen über +6°C werden unsere Bienen zusehends aktiv.

Es werden Brutzellen durch Arbeiterinnen vorbereitet und wenn nicht sowieso schon geschehen, beginnt die Königin wieder Eier zu legen und die Bienenvölker beginnen ein Brutnest aufzubauen. Das Eiweiß zur Futtersaeerzeugung kommt, bis der erste Pollen eingetragen wird, aus den körpereigenen Reserven der Arbeiterinnen und den eingelagerten Pollenreserven.

Ab diesem Zeitpunkt „Zeit des Erwachens“, leisten unsere Bienen wieder „Schwerstarbeit“ und brauchen bedeutend mehr Winterfuaer.

Reinigungsflüge:

Mit steigender Brutaktivität im Vorfrühling und vermehrte Futteraufnahme des Biens sammelt sich auch vermehrt Exkrement in deren Kotblase. Wie bei allen Tieren muss ein Abkoten im Nest unbedingt vermieden werden. Es können sonst Krankheitserreger in den Futterkreislauf gelangen und die Vitalität des Biens gefährden.

Nach erfolgtem Reinigungsflug (entleeren der Kotblase) bei Temperaturen über +10 bis +12° C, wird auch schon Pollen und dringend benötigtes Wasser (zur Brutpflege) in den Stock gebracht.

Übrigens: Beim Reinigungsflug – zum Abkoten, fliegen Bienen am liebsten über helle Flächen, etwa glänzende Autos, sauber geputzte Fenster oder gar frisch gewaschene und draußen hängende Wäsche. Während dieser „Ausflugserleichterung“ fliegen sich unsere Bienen neu auf ihr Flugloch ein, denn durch die lange Winterpause haben sie ihre im Herbst erworbene Orientierung wieder vergessen.

Der Imker kann durch Hören der Wettervorhersage den ungefähren Zeitpunkt des Reinigungsfluges vorhersagen, um dann die unmittelbaren Nachbarn zu informieren!

So kann unerwünschten Überraschungen vorgebeugt werden.

Foto 4: Resultat des Reinigungsfluges am 08.02.2019 / Fotoaufnahme um 16:30 Uhr. Die vielen Kotspritzer zeugen von regem Flugbetrieb.

Der Wärmehaushalt rückt wieder in den Fokus!
Einengen / Schieden – nur an sehr milden Tagen Ende Februar, sonst erst im März!

Bei Sonnenhöchststand kurz nach Mittag und Temperaturen von +14°bis +18°Grad, kann man schon einen vorsichtigen kurzen Eingriff in das Bienenvolk wagen.

Ich biae euch den möglichst kurzen Eingriff gut zu planen vorsichWg zu agieren (ohne Auslösung eines „Erdbebens“), um das Bienenvolk nicht zu lange zu stören.

Bedenke, noch kann der hierdurch verursachte Schaden größer sein als der erzielte Nutzen! Jede so frühe Störung erfordert massive Anstrengungen des Biens, dem Wärmehaushalt (35° Grad im Brutnest) wieder ins Lot zu bringen.

„Alle Leistung und alles Gedeih des Biens ist von der Wärme abhängig. Wärme ist für den Bien ebenso wichWg wie Nahrung.“

Dieses Zitat stammt aus den im Jahr 1946 entstandenen Schrieen des Imkers Johann Thür und zeigten damals schon auf wie wichtig die „keimfreie Nestdunwärmebildung“ und der Wärmehaushalt für den Bien ist.

Nach dem vorsichtigen Öffnen des Bienenvolkes betrachte ich den Bienensitz, enserne zügig und vorsichtig unbesetzte Randwaben. Mit dem Stockmeisel schaffe ich Platz für die Trennschiede. Ich ziehe keine mit Bienen besetzte Wabe!

Durch das „Einengen“ und bei Einzelaufstellung in die „Miae rücken“ (EnBlock = im Ganzen), lässt sich der Bienensitz /Bienenmasse, der von den Bienen besetzte und zu wärmende Raum eingrenzen und zeitgleich der Fuaervorrat (mind. 8-10 kg) sowie die Volksstärke überprüfen.

Trennschied/e mit Reflektor Folie beschichtet werden dabei links und rechts direkt an den Bienensitz gesetzt.

Außerhalb, beidseits werden die gut gefüllten Futterwaben belassen oder fehlende ergänzt! Bei Bienenbeuten mit Gitterboden, wird dieser spätestens jetzt abgedeckt bzw. geschlossen!

Bei einer Blockaufstellung der Bienenvölker wärmen und „kuscheln“ zumeist die
„Nachbarvölker“ miteinander, dort belasse ich den Wintersitz und setze nur außen (bei Warmbau – Hinten) ein Trennschied.

So hält sich am Bienensitz die Temperatur besser (die Winterbienen haben nun eine kleinere Stube, die beheizt werden muss) die nötige Nestduewärmebindung wird gefördert, zudem geht die Volksentwicklung auch bei tief winterlichen Nachtemperaturen konstanter und gleichmäßiger von statten!

Auch der Futterverbrauch des Biens fällt dadurch geringer aus.

Foto 5: Trennschied mit Reflektor Folie.

Seit zwei Jahren setzte ich diese 5mm starken Sperrholzschiede mit Reflektor Folie bei meinen CH-Magazinbeuten ein. Das Schied ist dünn und kann von den Bienen seitlich zum Futterholen gut überwunden werden. Die abgestrahlte Wärme der Bienentraube wird an der Reflektor Folie reflektiert. Somit hält sich die Wärme besser in der „kleinen Stube“ und der Energieverbrauch der Winterbienen wird gesenkt.

Je wärmer, desto besser!

Bei konstanter Bruaemperatur müssen die Winterbienen weniger „Aufheizarbeit“ leisten und bleiben dem Volk länger erhalten aber auch die heranwachsende „Neue Generation“ Frühjahrsbienen wird dadurch langlebiger! Je weniger stark sich die Winterbienen für das stark Lebenszeit verkürzende „Aufheizen“ des Brutraums aufzehren müssen, umso langsamer vollzieht sich deren Abgang im Frühjahr.

Ein an die entsprechende Volksstärke angepasster Bienensitz bzw. Brutraum ist über das gesamte Bienenjahr das „A+O“ für jedes Bienenvolk!

Das wusste schon mein Großvater! Wasserversorgung sicherstellen:

Mit dem größer werden des Brutnestes braucht der Bien auch Wasser. Zunächst muss mitunter zähes, auskristallisiertes Futter mittels Wasser verflüssigt werden. Brutpflegende Arbeiterinnen bilden mit ihren Futtersaedrüsen „Futterbrei“ für die immer mehr werdenden Larven. Zuerst verwendetes Kondenswasser aus dem Beutenbereich reicht nicht mehr aus, sodass
„Wasserträgerinnen“ gezwungen sind bei Temperaturen unter 10° C aus zu fliegen.

Früh im Jahr, so auch heuer wird durch Schmelzen von altem Schnee genügend Wasser freigesetzt. Stehendes Wasser in Pfützen oder gar ein Teich im Garten, feuchte Erdflächen im Garten, auf dem Weg, beim Moos, usw. lieben die Wasserträgerinnen. Ist die Schneeschmelze vorbei und keine stetige Wasserstelle vorhanden kann vom Imker eine künstliche Wasserstelle angelegt werden.

Wird so eine Wasserstelle errichtet so sollte diese auch über das gesamte Bienenjahr Wasser bieten! Sind Bienenvölker einmal auf diese Wasserstelle eingeflogen bleiben sie über das gesamte Jahr dieser Wasserstelle treu.

Foto 6: „Natürliche Bienentränke“, durch die Schneeschmelze ermöglicht. An windgeschützten und warmen Stellen im Garten, wie hier durch den Rindenmulch begünstigt, sammeln Wasserträgerinnen dringend benötigtes Wasser.

Eine wassergefüllte Wanne mit oben schwimmenden Korken (damit Bienen landen können), oder eine Hühnertränke mit Kies in der Wasserrinne, können dabei zur Bienentränke umfunktioniert werden. Die Wasserstelle sollte einfach zu reinigen und wenn möglich überdacht sein, damit sie durch überfliegende Bienen nicht verkotet wird.

Tote Bienenvölker:

Wie da und dort zu hören ist gibt es auch diesen Winter, teilweise beträchtlich tote Völker zu beklagen! Leider!

Zu beachten ist das nicht jedes Bienenvolk bei derselben Außentemperatur den Flugbetrieb aufnimmt und so mitunter noch ruhig auf der Wintertraube sitzt, wenn andere schon „Vortanzen“.

Bemerkt man aber doch abgestorbene Völker muss deren Flugloch sofort geschlossen werden, um so einer Räuberei und Übertragung eventueller Krankheiten zuvor zu kommen.

Wie ist das Volk umgekommen?

Zur Ursachenforschung sollten unerfahrene ImkerInnen den Bienenwart beiziehen. Dieser informiert auch über die weiteren Hygienemaßnahmen an Beute und Waben.

Ursachenforschung ist wichtig, um gemachte Fehler zu erkennen und zuküneig zu vermeiden.

Vorschau auf den März Vor – Ers;rühling

Fluglochbeobachtung.
Bei der Frühjahrsdurchsicht auf Brut (Weiselrichtigkeit) und ausreichend Futtervorrat achten. Was tun mit schwachen Bienenvölkern?
Die Frühblüher und vor allem die Weidenblüte pusht die Frühjahrsentwicklung.
Noch nimmt die Volksstärke ab bis mehr junge Bienen schlüpfen als alte Bienen sterben. Ende März steht der Massenwechsel die Durchlenzung an.
! Wärmehaushalt – keine überhasteten Erweiterungen!

Im Vorfrühling mit den schon milden Tagen erwacht die Natur von Neuem und gleichzeitig kämpe die Sonne gegen die noch oe sehr kalten Nächte.

Die Lichtmenge und der Temperaturverlauf ist in der Pflanzen- und Tierwelt Taktgeber und animiert unsere Bienen, um in Schwung zu kommen.

Schon bald wird Blütenpollen so mancher Pflanze nicht nur unsere Bienen, sondern auch die Pollen AllergikerInnen auf den Plan rufen.

Foto 7: Biene im Anflug auf eine Krokusblüte.

Nun freue ich mich auf einen hoffentlich noch großteils winterlichen Februar Vorfrühling, eine gute Auswinterung und in weiterer Folge auf ein interessantes und erfolgreiches Bienenjahr mit Euch und euren Bienen

Mit Imkergruß euer Peter

Literaturtipp und Links:

Riaer W./ Schneider-Riaer U. (2020) Das Bienenjahr / Imkern nach den 10 Jahreszeiten der Natur, Eugen Ulmer KG, Wollgrasweg 41, 70599 Stuttgart (Hohenheim)

www.kräuterkrae.info/2017/02/02/lichtmess-um-a-ganze-stund www.brauchtumskalender.at/brauch-87-mariae_lichtmess