Gedanken zur Corona-Krise

Einige Gedanken zur Corona-Krise seien mir im Vorfeld der Monatsbetrachtung vom April 2020 erlaubt.

Dass wir seit Jahren, in sehr bewegten Zeiten leben, wissen wir wohl alle! Das Corona-Virus hat zu einer totalen Veränderung unserer Lebensverhältnisse geführt. Selbst in unseren schrägsten Träumen hätten wir uns diese Surrealität nicht vorstellen können. Unsere Welt wird wohl nie mehr so sein „wie Früher“! Unsere lokale, regionale und globale Welt wird umgestaltet, dabei ist unsere eigene Anpassungsfähigkeit und Resilienz mehr den je gefordert.

Aber, war es denn nicht schon längst überfällig das wir diese beschleunigte, komplexe und überforderte Welt für einige Wochen herunter fahren? Durch Einsicht und Vernunft war es uns Menschen nicht möglich auf die „Bremse“ zu steigen. Zeigt uns der Virus den nicht auf eine drastische Art und Weise auf, das die menschliche Zivilisation zu dicht, zu schnell, und überhitzt geworden ist?

Verschafft die Corona-Krise, unserem Planeten nun endlich die von vielen „Seiten“ herbeigesehnte Verschnaufpause. Hat das ständige „Mehr“… ein Ende? 2020 wird der weltweite CO2- Ausstoß der Menschheit wohl zum ersten Mal fallen. Sind die Klimaziele zumindest für heuer erreichbar?

Ist das Corona-Virus der Beschleuniger, der Entschleunigung? Lehrmeister Corona-Krise?

Erstmals gibt es wieder Satellitenbilder, welche die Industrie-Regionen Chinas und Italiens frei von Smog zeigen. Delphine kehren an die Küsten und in die Häfen Italiens zurück. Der Himmel ist leer von großen Flugzeugen. Musizierende und applaudierende Menschen auf den Balkonen.

Ebenso wirkt die Corona-Krise auf mich wie ein weltweites, evolutionäres, soziales Experiment. Zugleich eine existentielle Übung der Wandlungsfähigkeit und der Zusammenarbeit der gesamten Weltbevölkerung. Aber, auch bedingt durch sozialen Verzicht, Separation und Abschottung, ein in sich kehren (Innehalten) und ein hinterfragen und überdenken der „alten“ Strukturen und Systeme.

Jede Krise bewirkt und macht etwas mit den Menschen, der Gesellschaft und den Systemen in denen sie Leben. In der kommenden Welt wird wohl Vieles einen anderen/neuen Stellenwert erhalten.

„Es ist zu hoffen dass wir durch Corona unsere gesamte Einstellung gegenüber dem Leben anpassen – im Sinne unserer Existenz als Lebewesen inmitten anderer Lebensformen“ (Zitat: Slavoj Zizek, 03/2020)

Also, der Resetknopf ist gedrückt.

Und: „Schaut raus wie die Sonne auf- und untergeht, wie die Wolken ziehen, und Nachts wie die Sterne funkeln. Unsere Herzen hören nicht auf zu schlagen.“ „Dahoam blieba, luagand uf anand und honds fein mitanand“!!

Mit Abstand – Verbunden bleiben!
Ruhig und optimistisch bleiben!
Sich an den Bienen freuen und sie pflegen!
Musik auf den Balkonen!

Und vor allem Gesund bleiben!
wünscht euch euer Peter